Landwirte setzen beim Sparen auf Sicherheit und Realwerte zurück

Bausparen ist die beliebteste Sparform

Bausparen die beliebteste Sparform  
Landwirte setzen beim Sparen auf Sicherheit und Realwerte.
  • Bausparen ist die beliebteste Sparform
  • Realwerte gewinnen an Bedeutung
  • Ein Drittel plant Investitionen im Wohnbereich
  • Dogmenwechsel bei der Auszahlung von Miterben
  • Betriebsnachfolge erst zu 37 Prozent geklärt

Sicherheit ist der zentrale Faktor, wenn es um die Spar- und Anlageentscheidungen der österreichischen Landwirte geht. Am stärksten punktet in dieser Zielgruppe das Bausparen, dies zeigt eine neue Studie, die im Auftrag der Raiffeisen Bausparkasse unter 500 österreichischen Landwirten gemacht wurde. 80 Prozent aller Landwirte geben in dieser Untersuchung an, einen Bausparvertrag zu haben, damit liegt Bausparen noch vor dem klassischen Sparbuch (78 Prozent) und vor der Lebensversicherung (66 Prozent) auf Platz eins. Zwei Drittel der Befragten haben ihren Bausparvertrag bei der Raiffeisen Bausparkasse abgeschlossen, die damit unangefochten auf dem Spitzenplatz liegt.

Die wichtigsten Sparmotive
Das jährliche Sparvolumen wird mit durchschnittlich 4.160 Euro angegeben, wobei die Höhe der Sparsumme sehr stark mit der Größe der bewirtschafteten Fläche bzw. dem Einheitswert korreliert. Die wichtigsten Sparmotive sind neben der allgemeinen Vorsorge für Notfälle (74 Prozent) –  vor allem für jüngere Landwirte – betriebwirtschaftliche Investitionen. Die Vorsorge für die Pension (55 Prozent) und Wohnungsumbau bzw. Sanierung (50 Prozent) ist dagegen unabhängig vom Alter und quer durch alle Altersschichten ein häufig genanntes Motiv. Auf die Frage, welche Spar- und Anlageformen an Bedeutung gewinnen und welche eher verlieren werden, zeigt sich unter den Landwirten ein eindeutiges Bild zugunsten der Realwerte: Land- und forstwirtschaftliche Grundstücke, Eigentumswohnungen, Haus und Baugrundstücke sind die Favoriten der Landwirte.

Ein Drittel plant Wohninvestitionen
32 Prozent der befragten Landwirte wollen in den nächsten drei Jahren bauliche  Veränderungen am Wohngebäude vornehmen, weitere 6 Prozent denken darüber nach. Von diesen Umbauwilligen planen 14 Prozent einen Neubau, 16 Prozent wollen ihr Wohngebäude generalsanieren und 70 Prozent planen eine Teilrenovierung. Die dafür vorgesehenen Investitionsvolumina liegen beim Neubau bei 143.000 Euro, bei der Generalsanierung bei 80.000 Euro und bei der Teilrenovierung bei 41.000 Euro. Zur Finanzierung greifen die Landwirte primär auf Erspartes zurück.

Dogmenwechsel bei der Auszahlung der Miterben 
Ein Großteil der Befragten (83 Prozent) gibt in der Studie an, dass bei der eigenen Hofübernahme die Frage der Auszahlung von Miterben zu lösen war, wobei damals zu 46 Prozent die Auszahlung durch den Übergeber erfolgte, zu 36 Prozent durch den Übernehmer und zu 18 Prozent wurde diese Frage gemeinschaftlich gelöst. Hier dürfte es in den letzten Jahren offensichtlich zu einem Dogmenwechsel gekommen sein, denn nun wird diese Aufgabe ganz klar dem Übergeber (73 Prozent) zugeordnet, der Übernehmer wird nur noch von 11 Prozent der Befragten genannt und 16 Prozent sehen dies weiterhin als gemeinschaftliche Aufgabe an, wobei es regionale Unterschiede gibt.

Betriebsnachfolge für den Großteil ungeklärt
Die Betriebsnachfolge ist nur für 37 Prozent der befragten Landwirte geklärt, wobei die Regel gilt: Je älter der Betriebsinhaber und je größer der Betrieb, desto eher ist die Nachfolge geregelt. Überraschend ist allerdings, dass auch in der Altersgruppe 55 plus die Nachfolge nur zu nur 59 Prozent geregelt ist, 41 Prozent wissen nicht, wie es mit ihrem Betrieb weitergeht. Auch bei Betrieben mit einer Fläche von mehr als 50 Hektar gibt lediglich jeder Zweite an, dass die Nachfolge geklärt sei. 

Ausgezeichente Geschäftsentwicklung
Sehr zufrieden zeigt sich der Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse, Dr. Erich Rainbacher, mit der Geschäftsentwicklung im heurigen Jahr. Sowohl im Spar- als auch im Darlehensbereich ist die Nachfrage rege. So konnte in den ersten sieben Monaten mit 163.447 neuen Bausparverträgen das Rekordergebnis vom Juli 2009 um 1,6 Prozent überschritten werden. Im 6-Jahresvergleich konnte das Neugeschäft sogar um 11,9 Prozent gesteigert werden. Die gute Entwicklung im Spargeschäft ließ die Bauspareinlagen anwachsen, sie nahmen um 4,4 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu. Die Ausleihungen stiegen um 5,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Kräftig belebt hat sich die Nachfrage nach Finanzierungen, so wurden bisher 560 Millionen Euro an Finanzierungsleistung für den Wohnbau vergeben, das ist ein Plus von 26 Prozent.

Wien, 27.8.2010

Rückfragehinweis:
Sonja Hochreiter
Pressestelle
Raiffeisen Bausparkasse
Wiedner Hauptstraße 94
1050 Wien
Tel: 01-54646-1420
Fax: 01-54646-2359
sonja.hochreiter@raibau.at