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08/2006
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Hausanforderung Diese Forderungen an ein Haus sind fast so selbstverständlich, wie die meisten gebauten Antworten unvollständig und auch noch banal. Doch ist die Forderung nach einem kostengünstigen und pflegeleichten Heim nicht automatisch ein Freibrief zur Aufgabe aller gestalterischen Ansprüche. |
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Siedlungsgebiet Im Gegenteil: das Haus, das der Innsbrucker Architekt Manfred Gsottbauer in einem mit vielen anderen vergleichbaren Siedlungsgebiet errichtet hat, verteidigt diese Ansprüche mit großer Selbstverständlichkeit. |
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Praktisches Gebäude Der strenge Kostenrahmen und die klare Forderung der Bauherrschaft nach einem einfachen und von Grund auf praktischen Gebäude habe ihn zu einem Entwurf inspiriert, der organisatorisch, aber auch aus ästhetischer Sicht das maximal Mögliche aus den gegeben Umständen macht. |
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Gerade Linien Das Einvernehmen der Bauherren mit dem Architekten war schnell hergestellt, nicht nur aufgrund ihrer alten Jugendfreundschaft. Denn die Eigentümer sind von der geraden Linie überzeugt und mag überdies nichts Vorgetäuschtes. So erhebt sich ihr Haus nun über einem rechteckigen Grundriss entlang der Nordseite des Bauplatzes, lässt den Obstgarten mit seinem alten Baumbestand frei und kommt mit der Markierung der Südgrenze durch ein ebenerdiges Nebengebäude aus, das den teuren Keller ersetzt. |
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Mauer und Holz Der Sockel des zweigeschossigen Hauptgebäudes ist gemauert, das Obergeschoss darüber aus Holz konstruiert. Das hat die Bauzeit erheblich verkürzt. An drei Seiten wird das Haus durch eine Eternit-Fassade geschützt, nur die Gartenseite öffnet sich über eine großzügige Holz-Glas-Konstruktion nach Süden. Der konstruktive Holzschutz in Form des weit ausladenden Dachvorsprunges hält den Schlagregen ebenso ab wie zu starke Sonneneinstrahlung. |
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Innere Schlichtheit Auch im Inneren des Hauses ist die Schlichtheit des Entwurfes spürbar geblieben. Der Boden besteht aus beschichtetem Estrich, die Decke aus Sichtbeton. Nur im Obergeschoss sind die Böden aus Holz. Die Möbel im Wohn- Koch- und Essbereich bringen eine starke Farbigkeit in das geradlinige Ambiente. Und der Glaserker, der vom Stiegenabsatz aus der Rückseite des Hauses lugt, bietet zwar nur einer Person Platz zum Sitzen, aber dafür Stoff zum Nachdenken darüber, dass man sich auch unter „normalen“ Bedingungen den Witz bewahren kann. |
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